“…schreibt auch über Blogs”:http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~EF7224C2C3B1D48579122F2D85FC33EFD~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Und langsam, ganz langsam, werde zumindest ich auch tatsächlich “humorlos”, was den Umgang der alten Medien mit dem neuen Medium “Blog” angeht.
Leute (also Journalisten), mal ganz ehrlich: habt ihr so -einen Schiss- große Angst, eure Jobs zu verlieren? Na dann mal willkommen in der Wirklichkeit…
Ich räume ein: ich habe den Fall “Eason Jordan” nicht direkt verfolgt. Also glaube ich euch klassischen Journalisten mit eurer sauberen Recherche (huch, Ironie!) erstmal.
Aber:
bq. Eine rasch wachsende Blog-Diskussion um die Echtheit der Bush-Memos, die Dan Rather im September bei CBS präsentierte, zwangen den Moderator schließlich, zuzugeben, daß der Sender die Authentizität der Dokumente nicht garantieren könne.
Fast richtig. Also sagen wir mal “gut” bis “befriedigend”. Erstens musste Dan Rather nämlich einräumen, dass er nicht nur “die Authentizität nicht garantieren könne”, sondern, dass die betreffenden Dokumente - auf die er immerhin eine Riesen-Story aufgebaut hatte - gefälscht waren. Das war allerdings - dank Experten-Meinungen - schon vor den Bloggern angeklungen.
Die Blogosphäre hat lediglich Indizien ergänzt & aufgedeckt, dass sich CBS und Herr Rather um diese Einwände einen Dreck scherten. Und das schneller, als jedem News-Netzwerk lieb ist.
Also, liebe FAZ:
bq. Mag da noch jemand behaupten, die Blogger seien moderne Journalisten?
Viele machen ihre Arbeit zumindest nicht unsauberer oder sauberer als Ihr selbst. Nur schneller. Und mit einer gewissen Selbstkorrektur durch andere Blogger (darunter auch viele seriöse Journalisten klassischer Medien).
Aber danke, dass diesmal als “Beweis” wenigstens kein privates Tagbuch-Blog herhalten musste.