Wednesday, 2. Mar 2005 @653

Lieber rechter Assi,

ach nee: Wagner. In “Ihrer herzallerliebsten Kolummne”:http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/03/02/wagner/wagner,templateId=renderKomplett.html hauen Sie ja heute mal wieder richtig auf die Kacke!

bq. Liebe Politiker, wir haben Euch gewählt, damit Ihr unsere Interessen vertretet. Ich meine deutsche (Achtung Verfassungsschutz!) Nationalinteressen. Darunter verstehe ich, daß deutsche Menschen in ihrem Land Arbeit haben.
Ich hoffe, daß man es noch sagen darf, Herr Verfassungsschutz, ohne unter NPD-Verdacht zu geraten.

Darf man bestimmt. So Nationalinteressen sind ja erstmal nix schlimmes. Und falls doch, werde ich — so zum Trost — jetzt auch beobachtet. Aber das nur nebenbei.

bq. Der ständige Import von Billigarbeitern und der ständige Export von Arbeitsplätzen liegt nicht im Interesse meiner Mitbewohner.

Herr Wagner, in einem stimme ich Ihnen zu: dieser “ständige Export von Arbeitsplätzen” liegt wohl im Interesse von kaum jemandem. Ausser vielleicht der Großkonzerne, die damit ganz doll viel Geld sparen. Schreiben Sie das denen doch mal!

Aber wie war das? Import von Billigarbeitern? Die -anständigen- Deutschen die Arbeit wegnehmen? Nur für Sie, Herr Wagner, (die meisten anderen haben das nämlich mittlerweile kapiert) noch mal ein bisschen Nachhilfe von “ganz offizieller Stelle”:http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aamt/buergerservice/faq/kat8/F1:

bq. Ich bin Ausländer und möchte in Deutschland arbeiten. Welche Möglichkeiten gibt es?
Ausländer aus Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes […] und der Schweiz dürfen eine Beschäftigung in Deutschland grundsätzlich nur ausüben, wenn ihr Aufenthaltstitel es erlaubt.
Der von der Bundesregierung im Jahre 1973 beschlossene Anwerbestopp wird vor dem Hintergrund der bestehenden hohen Arbeitslosigkeit grundsätzlich aufrechterhalten .
Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für neu einreisende Ausländer auch künftig grundsätzlich nur möglich, wenn für die Stelle bundesweit keine deutschen oder bevorrechtigten ausländischen Arbeitnehmer zur Verfügung stehen.

Und das sollten jetzt ja selbst Sie kapieren. (Das schafft sogar die CSU (na gut, manchmal)!)

Ach so, noch zu Ihrem -Selbstschutzbekenntnis- PS:

bq. PS: Mein bester Freund ist ein Türke.

Niedlich, das.