Nehmen wir einmal an, dass wir beide, weil wir so clever sind, die ganze Güterversorgung durch vollautomatische Fabriken sicherstellen könnten. Alles ist automatisiert, kein Mensch müsste mehr für die Herstellung dieser Güter arbeiten. Was müssten wir dann tun? Wir müssten die Menschen mit Geld versorgen oder mit Bezugsberechtigungen – Geld ist ja nichts anderes – damit uns die Menschen all unsere Produkte aus den vollautomatischen Fabriken abkaufen können. Und auch wenn eine solche Fabrik noch Utopie ist – genau dort steuern wir hin: Die Produktivitätsentwicklung hat die Bedürfnisentwicklung längst überholt, wir haben gesättigte Märkte, und wir brauchen immer weniger Menschen um dieses Übermaß an Gütern zu produzieren. Jetzt ist der Moment gekommen, in dem wir uns vom Zwang zur Arbeit befreien können.[…]
Das Geld ist nicht das Problem – das Problem ist, dass wir Geld, also Einkommen, immer mit Arbeit koppeln.
Und wohin führt das konsequenterweise: “Nicht wer arbeitet, bekommt ein Einkommen, sondern wer anwesend ist: die alte Idee des Grundeinkommens.”
Und das sagt nicht irgendein kommunistischer, anti-kapitalistischer Wirrkopf, sondern Götz W. Werner, der mal eben die dm-Drogeriekette aufgebaut hat. Und auch nicht irgendwo, sondern in der brand eins.
So langsam kommen ja doch immer mehr dahinter. Freut mich.





Völlig richtig, ich habe eine längere Abhandlung darüber und über die Rolle der Zentralbank geschrieben. Ich melde mich wieder!
Comment von Jost Trier — Wednesday, 11. Jan 2006 @509 @ 11:14
Unter der Internetadresse http://josttrier.blogspot.com habe ich meinen Aufsatz “Wirtschaft und Geld” veröffentlicht. Der ständige Versuch, unsere reale Wirtschaft an die siechende Geldwirtschaft anzupassen, zieht die reale Wirtschaft immer weiter herunter. Der richtige Weg wäre, die Geldwirtschaft an das Potential der realen Wirtschaft anzupassen!
Comment von Jost Trier — Monday, 30. Jan 2006 @477 @ 10:27