Parallelgesellschaften, Kriegsreligion, “Tod dem Islam”-Geschrei — Herr Sixtus fasst passender zusammen, als ich es gerade hinbekomme:
Wenn ich mir noch ganz kurz was wünschen dürfte, wäre es das: Ich will, das es so bleibt! Ich will, dass sich Muslime, Hindus, Buddhisten, Atheisten gleichermaßen in Düsseldorf-Flingern wohlfühlen. Ich habe Angst vor populistischer Propaganda. Ich habe Angst davor, dass jeder Araber, Türke, Pakistani, jeder etwas Dunkelhäutigere (außer Dieter Bohlen) künftig als potenzieller Bombenleger angesehen wird.
Ich habe Angst davor, dass es ein Wahlkampfthema wird, ein Stammtischthema, dass schon bald versucht wird, komplizierte Fragen mit einfachen Sätzen zu beantworten.
Tut das bitte nicht. Ja?
Danke.
Nennt mich einen naiven Multi-Kulti-Linken. Aber ich quatsche lieber bei einem Döner mit dem türkischen Inhaber des Ladens, als mit religiös getarntem Faschismus einen dritten Weltkrieg anzuzetteln.
Ob ich mit den Londonern fühle? Natürlich. Ich war auch schon mal dort, kenne Menschen, die dort wohnen.
Und ich habe auch hier Angst vor Aktionen der Leute, die ich nicht aufgrund Ihrer Religion fürchte, sondern aufgrund der Tatsache, dass sie menschenverachtende Arschlöcher sind. Egal, ob sie ihre Bomben aus Flugzeugen auf Zivilisten werfen, oder sie direkt im Bus zünden.






