Letzte Nacht erneut von Gerhard Schröder, Noch-Kanzler(?), geträumt.
Beim letzten Mal, kurz nach der Bundestagswahl, war er nur Bestandteil eines großen Publikums. Wir standen am Rand einer Straße und beobachteten ein Schnecken-Rennen (heisst das bei diesen Tieren eigentlich so?). Die beiden Favoriten sahen Edmund Stoiber und Angela Merkel sehr ähnlich. (Schröder stand ja schon am Rand, konnte also nicht teilnehmen.) Eigentlich war er sehr sympathisch, hat jeden vollen Zentimeter eine Pflasche Bier ausgegeben und irgendwie komisch geklatscht.
Im Traum der letzten Nacht waren wir zusammen in einem leeren großen Raum; so einer mit dem Flair einer Industriehalle. Er sah aus einem Fenster, als wolle er Abschied nehmen von irgendwas. Hab ich gar nicht verstanden. Wir müssen zuerst ein wenig Small-Talk gehalten haben, an den Inhalt kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Ich glaube, er erkundigte sich nach dem Befinden meiner Mutter, und wie das Geschäft denn so läuft.
Irgendwann musste er gehen. Halb im Herausgehen rief ich ihm noch zu: “Herr Bundeskanzler!”. Er blieb stehen, kehrte einen halben Schritt zurück.
“Ich hätte gerne gehabt, wenn sie weitermachen. Aber eher so ein bisschen sozialdemokratischer wieder. Nicht so hartzig. So schlecht haben Sie das doch gar nicht gemacht, müssen halt nur bei den Beratern ein wenig vorsichtiger sein.”
Schröder nuschelte nur ein: “Danke, gleichfalls.”, und ging wieder raus.
Er war übrigens etwas größer, als er im Fernsehen wirkte. Das ist ja normalerweise umgekehrt.




