Bei Kerner sagt Herr Bohlen bezüglich “Rohtenburg” etwas zur Meinungsfreiheit: “Die Leute” müssten sich doch selbst entscheiden, ob sie etwas sehen und anschauen, oder nicht. Da wäre er verdächtig nahe an Herrn Zappa.
Bei Kerner sagt Bohlen aber auch: durch die Entscheidung, den Film nicht zu zeigen, würde der Film speziell “promoted”. Was denn nu’?





hmm. die aussagen widersprechen sich für miich nicht zwingend, sosehr ich den typen nicht leiden kann. denn: ein verbot ist immer eine werbung fürs produkt, speziell bei heiklen filmen oder musik. selbst entscheiden kann man dann immer noch, schau ich mir den dreck/die kunst an (und wenn auch nur via torrent) oder nich? das eine hat für mich nix mit dem anderen zu tun. oder?
Comment von rene — Tuesday, 7. Mar 2006 @036 @ 23:52
Der Reiz des Verbotenen. Erinnern wir uns nur an unsere Jugend….
(Speziell bei mir: “Die Ärzte: Ab 18″, ital. Zombiefilme, etc…)
Ich gebe Bohlen in beiden Punkten Recht. (Hab’ ich das jetzt wirkilich gesagt?!?!?! Ich mein’s auch so.)
Zu Zappa: Es ist manchmal echt beunruhigend, wie weit er seiner Zeit voraus war, nicht nur musikalisch.
Und nur noch mal zur Erinnerung: Der Film wird NICHT verboten, weil er ekelhaft oder grausam ist, sondern weil er angeblich die Persönlichkeitsrechte des Herrn M. verletzt. Der ganz zufällig bei einer anderen Filmfirma einen Vertrag unterschrieben hat. Das ist in meinen Augen pervers (griech. für “verdreht”).
Comment von Mishkin — Wednesday, 8. Mar 2006 @598 @ 13:21
Fein erkannt, ihr beiden! Per se liegt da natürlich kein Widerspruch drin. Es wird erst einer, wenn man überlegt, dass jeder öffentliche Versuch, die Meinungsfreiheit zu beschränken, zu einem Erstarken derselben führt. Sei es durch “Promotion” (Verbotenes wollen die Leute erst recht sehen) oder durch flammende Diskussionen für und wider.
Als Beispiele hierfür können auch gewisse Karikaturen in letzter Zeit, oder meinetwegen “Westfernsehen” in der ehemaligen DDR herhalten. Meinungsfreiheit scheint ein so massives Grundkonstrukt zu sein, dass es sich kaum kontrollieren lässt. Und es ergibt erst Recht keinen Sinn, es öffentlich zu versuchen.
Das mit der Filmfirma ist natürlich im betreffenden Fall noch ein zusätzliches Leckerli. ;)
Comment von diaet — Wednesday, 8. Mar 2006 @612 @ 13:41