Wednesday, 30. Aug 2006 @509

Wie diaet zu seinem Namen kam

Oder: die Evolution eines Spitznamens. Eine Tragikomödie in ganz wenig Akten.

Eigentlich heiße ich Jan. Das kann jeder herausfinden, der mein Impressum oder mich irgendwie anders findet. (Achtung: mies getarnte Doppeldeutigkeit)

Da mich aber mittlerweile etliche Leute (< -- massive Übertreibung des Autors) gefragt haben, warum ich eigentlich unter dem Namen "diaet" schreibe, möchte ich diese berechtigte Frage natürlich gerne beleuchten. Ein weiteres Mysterium geht den Bach runter, quasi. Also: warum "diaet"?

Hauptsächlich wegen meiner Echtes-Leben-Bekanntschaften™. Ihr wisst schon (vielleicht); diese Typen, die man alle paar Tage sieht, ohne irgendein Online-Protokoll zwischeneinander zu haben, sondern nur per Human Interface, also Peer-to-peer irgendwie. Diese Typen (ich nenne sie einfach mal "Freunde") hatten nun irgendwann die tolle Eingebung, dass ich mal einen neuen Spitznamen gebrauchen könnte. Nicht, dass ich vorher einen gehabt hätte ("Janosch" war schon das höchste der Gefühle), aber die Jungs kommen öfter auf solche Ideen.
[» restlichen Eintrag anzeigen…]

12:14 Uhr - Kategorien: Misc, Kuriosa, Stoned

Tuesday, 29. Aug 2006 @815

Humor in Zeiten der Bedrohung

Aufgeschnappter Dialog an einer Straßenbahnhaltestelle:

“Und wo wohnst Du jetzt?” - “Vogelsanger. Eigentlich direkt neben dem Terroristen! (lacht)”

19:34 Uhr - Kategorien: Kuriosa

Filmmusik

Es ist nicht selten, dass Musik einem wie ein Soundtrack vorkommt. Es ist ebensowenig selten, dass ein Soundtrack Szenen so sehr beeinflusst, dass sowohl der Film wie auch die Musik das gleiche Gefühl in einem wecken, weil sie so sehr zueinander gehören und gemeinsam zur Assoziation beitragen.

Und dann gibt es diese Alben, die wie ein perfekter Soundtrack wirken - ohne jemals dafür gedacht gewesen zu sein. “Delirium Cordia” von Fantomas erzeugt beispielsweise in meinem Kopf immer wieder einen Film, der zwischen Suspense und Horror ruht. Und jetzt kommt der norwegische Songwriter und Produzent John Erik Kaada, und kreiert den nächsten perfekten Soundtrack mit dem Werk “Music for Moviebikers”.

Kaada, wie er sich selber nennt, hat seine ersten großen Meriten eingeholt, indem er mit wundervoll stilbrechenden Elementen auf “Thank you for giving me your valueable time” alles zu klassischem Turntableism hinzugefügt hat, was ihm in die Finger gekommen ist. Und ist so nicht ohne Grund (und nach einem respektablen Support bei einer Tour mit den Melvins und Tomahawk) bei Ipecac, Mike Pattons Label, gelandet. Das zweite Album, “MECD”, unterstützt von mehr “echtem” Instrumentarium, setzte insgesamt mehr auf Kuriositäten und Absurdes, wie die Nummern “Thats life, oh-oh” oder “It’s wonderful to be a nerd” eindrücklich beweisen, blieb aber dennoch größtenteils bei elektronischer Komposition.

Auf “Music for Moviebikers” kehrt Kaada, der bereits etliche Soundtracks für norwegische Independent-Movies schrieb, beiden Varianten quasi den Rücken zu, und liefert stattdessen ein szenisches Meisterwerk für insgesamt bis zu 22 Instrumente, welches das Kopfkino aufs schärfste fordert. Bis auf wenige Ausnahmen abgesehen rein instrumental bleibend, entfalten sich bei jedem Track Assoziationen und Szenen.

Er bebildert nur durch die Musik ganze Tim-Burton-Filme, ruft in einem das Gefühl wach, Donnie Darko zu sein, schwankt zwischen Melancholie, Zuversicht und endlicher Schönheit.

Mein persönlicher derzeitiger Liebling “Mainstreaming” ist tatsächlich auch mit Text versehen. (Obwohl das fast schon eine übertriebene Aussage ist, da der gesamte Text aus Zeilen eines islamischen Textes aus dem neunten Jahrhundert besteht)

“Whoever seeks, whoever seeks me finds me, whoever finds me knows me, whoever knows me loves me, whoever loves me, I love too, whomever I love, I kill.”

Für alle Fans von Soundtracks, etwas abgedrehterer Musik, guten Komponisten und ähnlichem bleibt mir nur ein Fazit: kaufen. Oder wenigstens hören.

0:04 Uhr - Kategorien: Musikalisches

Monday, 28. Aug 2006 @940

Miese Tarnung

Wer hatte eigentlich die Idee, “Queer as folk” beim OnlineTVRecorder das Genre “Ringen” zu verpasssen? “Schlammcatchen” hätte ich ja vielleicht noch verstanden (obwohl das vielleicht eher zu “The L-Word” gepasst hätte) oder meinetwegen “Wattebäuschchenweitwurf” — aber “Ringen”?!?

Okay, ernsthaft: was soll der Blödsinn? Wollte da tatsächlich noch irgendwer eine schwule Serie, in der — neben unter anderem so unwesentlichen Kleinigkeiten wie Coming-Out-Thematik, Kritik an politischen Verbänden, schwulem Mainstream-Leben, bigottem Amerika, Gesellschaftskritik, — gelegentlich auch gevögelt wird, tarnen? Damit nicht noch arme kleine Heten verstört werden? Oder soll das ein Insider-Gag sein?

I don’t get it yet.

Sunday, 27. Aug 2006 @690

Nachtrag zu einem aufgegriffenen Hinweis

Dieses Video bitte nicht anschauen (auch wenn’s von Bill Plympton ist):


16:34 Uhr - Kategorien: Optisches, Musikalisches, TV & At the Movies

Saturday, 26. Aug 2006 @496

Zombified, too

Nachdem ich selbst mich ja schon in der Tiefgarage wähnte, kommt der Nerdcore-René daher, und versetzt mich doch glatt auf einen idyllischen, romantischen Friedhof:
[» restlichen Eintrag anzeigen…]

11:54 Uhr - Kategorien: Misc, Kuriosa, Optisches

Friday, 25. Aug 2006 @805

Zitat des Tages

Wenn mal wer Stress mit einem Kreationisten (”Intelligent Design”-Verfechter) hat:

“Es [Artenwettbewerb und Evolution, Anm. diaet] ist nicht wie bei den olympischen Spielen, wo die Speerwerfer höflich warten, bis die Marathonläufer vorüber sind. Es ist eher eine Version der Spiele, wo die Speerwerfer versuchen, möglichst viele Marathonläufer zu treffen, während die Hürdenläufer versuchen, ihnen die Speere zu stehlen und aus jeder Hürde eine kleine Fallgrube zu machen, während die Marathonläufer kein höheres Lebensziel kennen, als den Wassergraben leer zu trinken, bevor die Hürdenläufer ihn leer trinken können”

— Terry Pratchett, “Darwin und die Götter der Scheibenwelt”

19:20 Uhr - Kategorien: Kuriosa, Mein Stammtisch

Thursday, 24. Aug 2006 @687

Zombified

Nachdem der gute Burnster zur “Voll Evil”-Competition aufgerufen hat, und in Anlehnung daran René die Blogosfear zombifiziert, hab ich mich aus Spaß an der Freud mal an das Foto gegeben, was ich ihm geschickt habe. Und er hat recht: es macht einen Heidenspaß.

(Warnung: das folgende Bild ist nichts für schwache Nerven)
[» restlichen Eintrag anzeigen…]

16:30 Uhr - Kategorien: Misc, Optisches

Spam-Absender des Tages

Truly A. Drecksweather

13:09 Uhr - Kategorien: Kuriosa, Stoned

Wednesday, 23. Aug 2006 @998

Pädagogisch wertvoll!

Wenn man den ganzen Tag seinem i Pod - “Shuffle” lauscht und ihn dann irgendwann einfach ausmacht und dann nach Stunden wieder an, geht man davon aus, man hört das Lied das grade am Laufen war ,als man das Ding ausgemacht hat. Das stimmt nicht immer! Vielleicht kommt auch Eines, welches nicht genau(!) Das ist, aber auch noch nicht solange her. Schön! Wenn man dann aber die nächsten 7 (in Worten acht) Lieder richtig rät, nur weil man sich an die Fahrt, bei der man diese Zusammenstellung schon mal gehört hat, gut erinnert kommt man zu der Erkenntinis, daß der i-Pod “Shuffle” in Zukunf i-Pod “So eine Art Shuffle” heißen sollte und, was jetzt nichts mit nem MP3-Player zu tun hat, wenn man einen langen Feldweg (Ford Pesch-nach Hause) langfährt, man auf einem Fahrrad fahrend von einem Skateboardfahrenden Halbschwachen überholt wird, der zum Rennen auffordert, ihn lächelnd losfahren lässt um ca. 3 min später, lächelnd und völlig ausgeruht im, von ihm gewähltem, Ziel anzukommen, hat man ihm doch (ohne ein Wort zu sagen) etwas fürs Leben gelehrt…oder?

Forsberg

23:57 Uhr - Kategorien: Misc