Monday, 27. Nov 2006 @098

Deutschland, 2006

(Oder welches Jahr haben wir gerade nochmal?)

Vor Gericht erklärte Vorstandsmitglied Wolfgang Aumüller, für das Kolpingwerk sei die „sexuelle Neigung“ des Mitarbeiters „kein Problem“ gewesen, solange sie privat bleibe. Nachdem der Leitung jedoch ein Chatprofil des Mitarbeiters in einem Internet-Schwulenportal bekannt geworden sei, „konnten wir nicht länger Arbeitgeber für ihn sein“, so Aumüller. Das Kolpingwerk wäre erpressbar geworden, „wenn alle wissen, dass der Mitarbeiter schwul ist“.

(Quelle)

Kaum nötig zu erwähnen, dass die Chatprofile wohl nur für angemeldete Mitglieder überhaupt einsehbar waren.

(Welches der Leitungsmitglieder jetzt logischerweise wegen “offensichtlichen Umtriebs in perversen unzüchtigen homosexuellem Verhalten förderlichen Portalen” gehen muss, konnte leider noch nicht in Erfahrung gebracht werden.)

File under: könnte mal jemand die Welt anhalten, ich möchte aussteigen

Nachtrag: Ach ja, das Kolpingwerk ist ja ein Tendenzbetrieb. Die dürfen sowas ja. (Also, im Mittelalter leben. Oder so.)

5 Kommentare »

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  1. Viel zu tun

    Ja viel wäre eigentlich zu erledigen.
    Zum Beispiel ein neues Design zusammen friemeln, einen Berg von alten Bildern digitalisieren und archivieren, die Informationen zu den Zutaten der 3. Kochshow schreiben und veröffentlichen und eine ganze …

    Trackback von thiema.com — Monday, 27. Nov 2006 @277 @ 5:39

  2. Feuert die Schwulen! Arbeit nur für Heteros!

    OMFG!

    Comment von Filzo — Monday, 27. Nov 2006 @436 @ 9:28

  3. Das Kolpingwerk ist christlich. Und für Christen ist Homosexualität Sodomie, für Gott ein Greul, abscheulich und absolut verwerflich. (Also gut: für einige religiöse Organisationen.) Und das Kolpingwerk schmeißt lieder einen Arbeitnehmer raus anstatt erpressbar zu sein. “Betet für uns oder wir erzählen allen, dass bei euch Sodomiten arbeiten.” Oder so. Könnte ich in meinem Untenehmen auch mal versuchen, da gibt’s sicher auch Schwule. Aber mehr als ein müdes Lächeln würde ich dafür wohl nicht ernten…
    Dieser Kommentar ist einseitig, ja. Aber manchmal muss man zuspitzen, um Gehör zu finden.

    Comment von hanneken — Monday, 27. Nov 2006 @932 @ 21:22

  4. Hanneken: bei Deinen Eingangssätzen fängts aber doch schon an. “Homosexualität=Sodomie” ist ja schon bei etlichen christlichen Gelehrten volkommen falsche Interpretation, weil es bei der Geschichte rund um Sodom eher um Verletzung der Gastfreundlichkeit o.ä. gehen könnte - je nachdem, welche Übersetzung man zugrundelegt oder interpretiert. Das meiste andere sind meines Wissens eher nachträgliche Interpretationen, die meinetwegen noch mit Paulusbriefen verknüpft werden, um Nachdruck für eine vermeintlich beliebte Auslegung zu verleihen.

    “Die Bibel enthält sechs Ermahnungen an Homosexuelle und 362 Ermahnungen an Heterosexuelle. Das heißt aber nicht, dass Gott die Heterosexuellen nicht liebt. Sie müssen nur strenger beaufsichtigt werden.”

    Ob ich jetzt gläubig bin oder nicht: ich hatte Jesus Christus irgendwie anders verstanden, insgesamt.

    Comment von diaet — Monday, 27. Nov 2006 @037 @ 23:54

  5. Sehr sinnvoll.

    Comment von Ralf — Thursday, 29. May 2008 @461 @ 11:04

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