
Foto: piranha/pixelquelle.de, bisschen Bearbeitung: ich
Natürlich kennt jeder irgendwelche Konsumenten von Gewaltmusik, die nicht zu Gewalttätigkeit zu neigen scheinen. Nun, auch der Mörder von Erfurt zeigte keine solchen Anzeichen, wenn man den Aussagen seiner Verwandten und Bekannten glauben darf. Aber auch wenn nur einer von tausend Gewaltmusikkonsumenten durch die Musik zum Gewalttäter würde, wäre das angesichts der Verbreitung dieser Musik schlimm genug.
Aber natürlich, Herr Dr. Miehling. Damit ist auch klar, warum Sie jetzt einen Kreuzzug gegen Unterhaltungsmusik antreten:
Weil es notwendig ist, um unsere Gesellschaft ehrlicher und friedlicher zu machen und weil die Bücher anderer Autoren noch nicht zum Erfolg geführt haben.
Und immer beachten:
Von einem Verbot bestimmter Musik war noch gar nicht die Rede. Auf ein solches Verbot zu verzichten, wäre gleichwohl verantwortungslos, sollte sich der hier anhand zahlreicher Indizien geäußerte Verdacht auf die gewaltfördernde Wirkung bestimmter Musik erhärten.
Danke, Herr Doktor. Damit wäre das ja geklärt.
(Zitate aus dem Interview und einer Arbeit zum Thema, gefunden dank des wunderbaren Artikels von Malte drüben an der Spree)




