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Sunday, 18. Mar 2007 @900
diaet
Zweitstimme
Die erste Stimme ist immer die, die wahrgenommen wird. Was sie singt, hören alle. Würde man die meisten Leute fragen, wie denn die Zweitstimme geht - sie könnten nicht antworten. Anders die Erststimme. Sie singt gerne mal: “Klar doch. Mach ich schon. Ja, passt. Ist in Arbeit. Ist doch schön, dass es so läuft.”
Manchmal mischt sich die Zweitstimme ein. Die wenigsten Leute bekommen ihre Existenz überhaupt mit. Meistens wird sie nur von der Erststimme selbst wahrgenommen. Mitunter ergänzen sie sich nur. Die Zweitstimme fügt die Töne hinzu, die den Klang erst rund machen. Die beim Hörer erst das Gefühl des Ganzen erzeugen. “Morgen hab ich noch was Zeit. Das ist ja nicht viel. Mach ich schnell. Ich bin doch nicht so wichtig, mach erstmal die Erste.”
Aber manchmal hat sie Ihre eigene Harmonie. Sie läuft gegen die Erststimme Sturm und Amok; sie verwendet andere Tonleitern, Akkordfolgen, beißt sich dissonant gegen die prominentere Schwester, kämpft um eigenes Gehör. “Das schaffst Du nicht mehr. Bis dahin bekommen wir das nie hin. Du brauchst mal Schlaf, Urlaub, Privatleben. Vergiss das Arschloch.”
Dann muss die Erststimme mitunter sehr armselige Akkordfolgen anstimmen. “Das Geld. Die Kontakte. Die Erfahrung. Das geht doch sonst nicht.”
Manchmal möchte ich der Erststimme sagen: “Fick dich. Das Ganze zählt. Dazu zählt auch die Zweite und vielleicht auch die Dritte bis Fünfte. Nicht nur Du, Mainstream-Pisser”.
Vielleicht komme ich deswegen bei mehrstimmigem Gesang nicht raus.
diaet
Immer wieder nett
Das ältere Ehepaar, welches sich in der S-Bahn ungeniert über “die Ausländer” und das mangelnde “echte Deutsch” beklagt, aber dafür darüber freut, dass man als “junger Mensch” eine Gitarre auf dem Rücken hat, und ja wenigstens “noch was vernünftiges macht”, beim Aussteigen kurz mit den Worten abzubürsten:
“Stimmt, ich fahre jetzt in ein schwul-lesbisches Jugendzentrum und spiele Negermusik.”
Manchmal sind es die kleinen Dinge…
Thursday, 15. Mar 2007 @153
diaet
Ben Folds - Jesusland
(File under: unmotivierte Musikvideos zu Songs, die mich in den letzten Tagen via mp3-Player regelmäßig fast zum heulen bringen.)
Wednesday, 14. Mar 2007 @816
diaet
Globalisierung, odr?
Dass der letzte Schülerpraktikant aus Viersen kam, leuchtet auch schon erst so richtig ein, wenn man bedenkt, dass er bei seinem Bruder in Köln-Ehrenfeld gewohnt hat.
Dass sich jetzt allerdings ein Schweizer(!) für ein Praktikum bewirbt, und sogar für die Vorstellung seiner Person und seines Portfolios zu uns anreisen würde, gibt mir leicht zu denken.
Und ein ganz kleines bisschen stolz macht es mich auch.
Tuesday, 13. Mar 2007 @924
Orchidius
Dinge, die nicht so sind.

Weder sehen so Milben aus, noch glaube ich, dass man damit selbige zerstäuben kann.
diaet
Auch sowas wie Fortschritt
…dass bei Queer as Folk nicht mehr nur Mangatittchen im Werbeblock laufen, sondern fast schon in der Überzahl schwule Telefonchatportale oder Porno-Video-Plattformen angepriesen werden.
Und selbst Stefan Raab kündigt die nachfolgende Sendung mit Namen an. Gay Pride hooray.
diaet
Lieber “Thomas”
Es tut mir sehr leid, dass Du als der eher ängstliche Typ dich nicht traust, ein Blog ohne vorige Rückmeldung zu eröffnen. Vor allem, weil so ein Blog erstmal ja schlicht und ergreifend Deine Sache ist. Wenn die Welt davon erfährt, wird sie Dir schon sagen, ob sie es wunderbar oder Scheiße findet.
Natürlich kannst Du, nachdem Du mich bzw. mein Blog schon länger liest, mir Deinen ersten Beitrag im Vorfeld schicken, damit ich Dir da Tipps zu gebe (me tipps, pfft), weil Du auf mein Urteil Wert legst. Eigentlich war er ja auch ganz witzig, dieser Text von Nicole und Dir, von Brezeln, Brot, Ei und Milch, und nicht gewaschenen Händen.
Was die vollkommen sinnbefreiten “lustichen” Links darin allerdings sollten, kannst Du mir gerne hier in den Kommentaren beantworten. Oder auf meine Mail reagieren.
Friday, 9. Mar 2007 @002
diaet
Ups
Verdammt, sowas muss man eigtentlich vorher ankündigen, oder?
Also gut, nachträglich: keine Blogeinträge, weil Onkel diaet zwei Tage in Berlin weilte. (Und bevor die lieben Berliner Bloggerkollegen nachfragen: ich hatte leider absolut keine Zeit, mich mit irgendwem zu treffen. Sonst hätte ich mich gemeldet, Ehrenwort. Oder was gebloggt.)
Wednesday, 7. Mar 2007 @095
diaet
Bestecht mich! (Leck mich einer fett!)
Um ein für alle mal zu beweisen, dass ich käuflich bin, obwohl ich nie das Gegenteil behauptet habe, starte ich hiermit die Aktion:

Adresse steht im Impressum; Zusendungen werden lobend erwähnt. (Oder vielleicht auch nicht lobend; ich schreib hier was ich will, ob mit oder ohne Halbfett.)
Nimm das, Butterberg!
PS: Sorry, Burnston. Der miese Witz geht mir sonst die nächsten Tage nicht aus dem Kopf.




