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Normalerweise muss, ich, wenn ich abends mit der Bahn zurückfahre, noch mit dem Bus vom Bahnhof zu mir. Spätabends (wobei “spät” hier schon so ab ca. 20 Uhr beginnt, willkommen in der Kleinstadt) bedeutet das zumindest nach der Fahrt mit der S-Bahn eine Wartezeit auf den Bus von einer Viertelstunde. Aus dieser werden meistens zwanzig Minuten, weil der Busfahrer noch eine raucht, auf irgendwelche anderen Bahnen wartet - oder auch einfach zu spät kommt. Da ich gerne (außer bei Mistwetter) spaziere, gehe ich dann fast immer zu Fuß; das kommt zeitlich auf’s selbe raus und ich habe mich noch was bewegt, statt doof zu warten.
Nicht heute. Am Bahnhof angekommen, quatscht mich ein mir unbekannter Mitfahrender von der Seite an: “Sag mal, musst Du noch in die Innenstadt? Marktplatz oder so? Dann könnten wir uns ein Taxi teilen.” Noch bevor ich mein: “Ja, eigentlich schon” ausgesprochen habe, fragt er den nächsten Typen die selbe Frage. Dieser antwortet mit “Nein”, und der Unbekannte dreht sich um: “Na, dann machen wir das wohl, was?”
Ohne länger nachzudenken steige ich mit ihm in das nächste Taxi, was uns ans gewünschte Ziel bringt. Er sagt zwar dem Taxifahrer: “Zweimal die Hälfte”, dieser gibt ihm aber trotzdem nur das Restgeld des Gesamtbetrags. Bevor er noch mal erklären kann, drücke ich ihm meine Hälfte in die Hand, sage: “Hier, dann nimm Du das doch einfach”, wir steigen aus, wünschen uns noch einen schönen Abend und gehen auseinander.
Ich konnte ihm gerade noch ein: “Coole Aktion, danke” hinterherrufen. Vorgestellt haben wir uns trotzdem nicht. Schönen Abend noch!