Tuesday, 22. May 2007 @998

Liebe Kommentatoren

Ich freue mich ja (tatsächlich!), dass ihr mir hier immer so nette Dinge schreibt. Oder auch mal nicht nette, wäre ja auch OK. Und ich bin dankbar darüber, dass ihr diese doofe Captcha-Scheiße über euch ergehen lasst. Nicht dankbar bin ich natürlich darüber, dass mir vielleicht, just in diesem Moment, Kommentare flöten gehen, weil irgend jemand sich denkt “Boah, nee, Captchas suck” und ihn nicht abschickt, seinen Kommentar.

Aber wie ich auf Nachfrage bereits mehrfach erwähnt habe: ich kann da gar nix für, für diesen Blödsinn. Das ist nämlich so eine automatische Spam-Verwehrungsmaßnahme von blogsome. Manchmal darf ich sogar meine eigenen Kommentare freischalten - und dass, obwohl ich hier schreibe, und die Einstellungen in dem vollkommen veralteten Wordpress für Multi-User ungefähr genau so stehen:

Doch wisset: der Relaunch ist in Sicht. Und wenn ich Glück habe, bekomme ich sogar alle Einträge und Kommentare gerettet. Und wenn nicht bleiben die halt hier und man muss zu den alten Seiten zurück, machen doch auch alle so.

Wann? Fragt den Hot-Button. Das bleibt noch mein kleines Geheimnis. Vielleicht schenke ich es mir zum dreißigsten. Oh Mist, jetzt hab ich’s verraten.

23:57 Uhr - Kategorien: Misc

Monday, 21. May 2007 @985

Drafts

Mal so eine Frage: ich habe gerade mal einige Entwürfe von Blogposts durchgesehen - da sind ein paar dabei, bei denen ich mich frage, warum ich die nie veröffentlicht habe. Mittlerweile aber auch thematisch etliche “überholte”, weil die Sau schon längst aus dem Bloggerdorf gescheucht wurde.

Würdet ihr die trotzdem lesen wollen?

23:38 Uhr - Kategorien: Misc

Bestimmt auch wieder Freud

Durch Köln latschen, süße Typen kommen einem auf ihren Fahrrädern entgegen, der Kollege fragt “Gehen wir durch’s belgische Viertel?” - und “Welpenviertel” verstehen.

Scheiß sexualisiertes Ich.

23:29 Uhr - Kategorien: Misc, Kuriosa

Sunday, 20. May 2007 @427

Göttlicher Sonntagmorgen!

Normalerweise schlafe ich Sonntags um diese Zeit noch. Ich habe mir zwar einen Wecker gestellt, der um 10 Uhr klingelt (oder “Piep-piep-piep” macht, echtes Klingeln ist ja selten geworden), damit ich tatsächlich um 11 Uhr wirklich wach bin, und dann erst Kopfball und dann die Sendung mit der Maus gucken kann (kein Scherz, ich stell mir dafür wirklich einen Wecker. Sonntags.).

Aus irgendeinem Grund bin ich heute aber schon seit kurz vor neun wach. Das hat sowohl Vor- wie auch Nachteile.

Ein Vorteil ist sicherlich, wesentlich mehr vom Kater des Vortags zu haben. Und das, obwohl der Wein auf der Weinprobe gar keinen wert war, naja. Außerdem hat man einen plausiblen Grund für ein Nachmittagsschläfchen. Oder kann sich katholische Gottesdienste im Fernsehen anschauen, und wundern, was außer einem festgefahrenen Ritus diese Flachpfeifen bitteschön vermitteln wollen - sorry, aber Oliver Pocher könnte einen mehr für diesen Glauben begeistern. Und der begeistert mich eigentlich für gar nix. Da lesen langweilige Vorleser langweilige Texte, die durch das Vortragen nicht spannender, sondern sogar noch langweiliger werden, umrahmt von prunkvollen Bauten mit reichlicher Goldverzierung, umhüllt von Marmor, Damast und Gedöns - und begeistern damit Nonnen, denen man nicht ansieht, ob sie schlafen oder doch gleich vom Bestatter abgeholt werden müssen. Um so absurder wirkt es, wenn am Ende des Gottesdienstes noch die URL der Veranstaltung durchgegeben wird.

Wenn ich für eine Glaubenssuche etwas aus diesen Übertragungen ziehen könnte, wäre es ganz klar: diesen Scheiß brauche ich nicht. Von “Gottes Nähe” merke ich nichts. Vollkommen wurscht, ob ich an ihn glaube oder nicht.

10:16 Uhr - Kategorien: Misc

Saturday, 19. May 2007 @512

Schönes Wochenendl

Sorry, das miese Wortspiel musste sein.

Alexander bettelt um Links gegen die Vernetzung. Oder sowas. Bitte sehr. (Wenn’s doch immer so einfach wäre…)

12:17 Uhr - Kategorien: Misc, Kuriosa, Linkdump

Friday, 18. May 2007 @993

Mehr Rechte für Mehrheiten in Köln!

Meinetwegen, solange die das zuhause machen und mich nicht angraben. Auch wenn die ja nur an Sex denken. Und beim Thema Adoption hörts auf, damit wir uns da verstehen, das kann man doch den Kindern nicht antun!

Foto sowie Abschneiden der Buchstaben “n” und “g” von mir. Letzteres aus Versehen. Gefunden am Kölner Hauptbahnhof

23:50 Uhr - Kategorien: Kuriosa, Optisches, Stoned

Wenn heute noch einer das Wort “Brückentag” erwähnt…

…gehe ich wieder nach Hause!

17:35 Uhr - Kategorien: Misc

Thursday, 17. May 2007 @057

Chuck Chuck Chuck

Ich weiß, wer morgen Muskelkater haben wird. Nämlich ich selbst. Und das, obwohl ich nicht mal bei MCs Belly-Off-Dingens mitmache (auch wenn es derzeit nicht ganz sinnfrei wäre).

Nach Monaten habe ich endlich mal wieder trainiert auf dem Gerät, was hier zeitlich befristet als Kleiderablage diente, und von Chuck “Das ist meine Lieblingsübung” Norris im nächtlichen TV-Shopping beworben wird (wurde?).

Dieses Gerät hilft nicht bei Chuck Norris’ Training - er trainiert das Gerät.

Wieder vom Aufpump-Gefühl angefixt. Aber Aua.

1:23 Uhr - Kategorien: Misc

Wednesday, 16. May 2007 @798

Der gelbe Ohrwurm

Normalerweise nerven mich Ohrwürmer nach einer gewissen Zeit tierisch. Meistens hauptsächlich deshalb, weil ich nicht den kompletten Song, sondern nur einzelne Zeilen oder Melodiefragmente in Dauerrotation im Kopf habe.

Seit gestern habe ich einen neuen Ohrwurm: “Dog Breath Variations” von Frank Zappa in der Version vom “Yellow Shark”-Album. Das ist immerhin anspruchsvoll und abwechslungsreich.

Sagte ich schon, dass ich mein Hirn manchmal liebe?

19:10 Uhr - Kategorien: Misc, Musikalisches, Stoned

Tuesday, 15. May 2007 @915

Und zwischen den Extremen lag die vergessene Mitte

Es ist das Recht des puren Idealismus, “Kunst gegen Kommerz” als ewigwährenden Zweikampf von vollkommen entgegengesetzten Polen darzustellen. In der Theorie. Man kann aber auch übertreiben und vollkommen den Gesamtblick dabei verlieren, vor allem in einer Gesellschaft, in der Geld seit Ewigkeiten (und ursprünglich mal) Gegenwert für etwas darstellte.

Die alte Besetzung der Cocktailcustic (unter anderem ich) versucht aus diversen Gründen die Veranstaltung auch mit dieser Besetzung weiterzuführen. In Eigenregie. Unter anderem, um uns ein Stück Kultur zu erhalten (und einen immer verdammt netten Abend für alle Beteiligten). Um das zu tun, müssen wir durchrechnen. Nicht, weil wir Profite scheffeln wollen - aber so gerne wir es vielleicht täten: wir können den Leuten die Cocktails nicht schenken, wir können die Miete der Räume nicht durch unsere Musik und einen netten Abend begleichen - ihr wisst vermutlich, worauf ich hinauswill. Wir können das ganze nicht machen und dabei jedesmal Geld dafür ausgeben ohne Ende, um es zu machen.

Manchmal brauchen (in einem System mit Geld) Kunst und Kultur eben doch gewisse Formen des Kommerzes. Wer das nicht einsieht, darf auch kein Problem damit haben, wenn es die Sixtinische Kapelle und die Mona Lisa nicht gegeben hätte, wenn von der Klassik über die Beatles bis hin zu echt guter, heutiger Musik einiges fehlen würde - die Beispiele sind vielfältig.

Natürlich, es gibt immer das Erschaffen um des Erschaffens willen; den Künstler, der arm stirbt, und dessen Werke erst weit nach seinem Tod auch in Geld geschätzt werden. Und es gibt das Erschaffen nur des Geldes wegen. Dumm. Zwei Extreme. Nur die im Auge zu behalten, sorgt dafür, dass man den Mittelweg vergisst. Den, dass es genug Menschen gibt, die aus ihrem Schaffensdrang heraus Kultur betreiben - aber sich nicht in den Ruin treiben. Und damit leben können und müssen, dass weder der Vermieter noch der Obsthändler Kunst oder Kultur als Zahlungsmittel berechnen können.

Kunst, Kultur und Kommerz sind nicht automatisch Gegensätze. Es sei denn, man sieht nur die Extreme. Aber dann bitte ich ab sofort darum, dass jeder sich selbst ernstnehmende Blogautor gut geerbt haben muss. Oder innerhalb eines Jahres verhungert.

21:58 Uhr - Kategorien: Misc, ADT - Aufreger des Tages