Nachdem Orchidius ja fast schon von selber hinter das frei zusammengebastelte “Jungschwuppenschubsen” gekommen ist, helfe ich in bester Batzscher Tradition doch mal mit ein paar weiteren Begriffen und Redewendungen. Falls es wen interessiert. Wenn nicht, tue ich’s übrigens trotzdem, also…
alt adj. Definitionssache
Boy, der 1. gängig; engl. für: männliches Kind; bei maximaler Auslegung: junger Erwachsener; 2. diaetisch: Ausdruck der Bewunderung, des Verblüffens, der Sprachlosigkeit, Aussprache meist buoy: “Buoy, was für ein heftiger Film!”; 3. Fehlgeleiteter Sprachgebrauch von → Schwuppen, die vergessen haben, dass es noch die Begriffe “Teen”, “Twen”, “Mann” und “alter Sack” zur genaueren Beschreibung ihres Alters gibt. Häufigste Verbreitung unter den beiden älteren Stufen, s. auch → Skater
“Computer says no” Durch den Kollegen via Little Britain eingeführte Floskel zur Beantwortung einer Frage, die man gerade (meist aus Desinteresse) nicht beantworten will
Fickschnitzel, das Spitzname für einen Bekannten, den seine Mutter(!) ihm gegeben hat. Böse Zungen behaupten, sie wusste warum. Daher Etablierung in den Alltagssprachgebrauch als… äh, ja.
gaynau Verabscheuungswürdige Bestätigungsfloskel; s. → Morgayn
Heinz, der 1. Name und Anrede für Typen, deren Namen man vergessen hat (oder es will); 2. heilige Anrede: “Mensch, Heinz!”, siehe → Klaus
“Ist in Arbeit” Euphemismus für “Wann soll ich denn dafür Zeit gefunden haben? Ist das etwa wichtig?”; s. → “Läuft”
jung adj. Definitionssache
Jungschwuppe, die ganz leicht herablassende Bezeichnung für junge männliche Homosexuelle eines älteren männlichen Homosexuellen, der auf einem → Jungschwuppenschubsen arbeitet, ganz genau weiß, dass er da nichts mehr verloren hat und die Jugend von heute nicht versteht. Und auch nicht will. (Also das Verstehen, nicht die Jugend); s. → Schwuppe
Jungschwuppenschubsen, das s. → Schwuppe, → schubsen
Klaus, der 1. Name und Anrede für Typen, deren Namen man vergessen hat (oder es will); 2. heilige Anrede: “Mensch, Klaus!”, siehe → Heinz
“Läuft” ugs. für “Jaja, mach ich noch”; s. → “Ist in Arbeit”
Macromedia Mist, falsches Wörterbuch, außerdem mittlerweile von → Adobe gekauft
quietschen verb s. → Welpe
schieben verb ältere Ausgabe von → schubsen; “Mumienschieben” Seniorentanz
schubsen verb etwas oder sich selber bewegen: “Pixelschubsen” Bildbearbeitung oder Gestaltung; “Schwuppenschubsen” homosexuelle Tanzveranstaltung; für die ältere Ausgabe s. → schieben; NICHT VERWECHSELN MIT: Ausübung des sexuellen Aktes, der heißt nach wie vor “klöppeln” oder “Video-/DVD-Abend”… kann aber durchaus nach dem Schubsen erfolgen
Schuchtel Nette, “getarnte” Selbst- und Fremdbezeichnung männlicher Homosexueller
Schwuppe Immer noch nette Selbst- und Fremdbezeichnung männlicher Homosexueller, kann aber auch gelegentlich ganz leicht abwertend gemeint sein. Aber immer noch freundschaftlich. Meistens.
Tuck-Tuck, kleines, das Leicht anzügliche Bemerkung gegenüber einer → Jungschwuppe, die sich wahlweise durch sehr ungeoutetes Versteckverhalten oder das Gegenextrem besonders femininer Homosexualität darstellt: “Sieh mal, ein kleines Tuck-Tuck”
Welpe, die Schützenswerte Jungschwuppe. Oder einfach nur jung, naiv und strunzdumm. Meist eher letzteres. Beschreibbar durch den Satz “Och, wie süß… quietscht das, wenn man draufdrückt?” (Letzteren Satz auf männliche Geschlechtsorgane bitte nur in sicherer Entfernung anwenden)
zu Ende Dieser Post (padamm-psch)





da ist es ja fast kein wunder, das alle aneinander vorbeireden ;-)
Comment von pulmoll — Wednesday, 13. Jun 2007 @060 @ 1:26
“schuchtel”?
Comment von stefan — Wednesday, 13. Jun 2007 @064 @ 1:32
@pulmoll: fast? :)
@Stefan: Ausnahmsweise kein Fehler meinerseits. Das stimmt so.
Comment von diaet — Wednesday, 13. Jun 2007 @068 @ 1:38