Zu einem CSD gehört: richtig, die Parade. Meist sind die einzelnen Gruppen auch so schlau und besorgen sich einen schönen Wagen, auf dem ein paar Leute tanzen, Politiker winken, Babys geknutscht werden, etc.
Hierfür wird gängigerweise ein offener LKW/Pritschenwagen mit ein paar Bannern, Lametta, Luftballons, oder ähnlichem beklebt, eine laute Musikanlage gemietet, ein paar tanzende Leute draufgestellt, fertig.
Gängigerweise. Denn mal ganz ehrlich: das kann ja jeder.
Das anyway hatte deshalb dieses Jahr eine ganz tolle Idee. Diesen Wagen zu nehmen:

Allerdings gab es da kleine Probleme: das anyway ist nämlich von der Grundfarbe eher gelb, nicht grün-gold. Und mit dem Motto “Follow us” hatte der Wagen auch wenig zu tun.
So kamen wir zu der Anfrage, die definitiv die Spitze der absurdesten und spaßigsten Aufgaben dieses Jahres erobern wird: “Könnt ihr uns diesen Wagen in so eine Art ‘Follow-Me’-Wagen verwandeln?” Mit ein paar Ideen (Stoffbahnen, banner drüber, irgendwas) bewaffnet, sagten wir: “Läuft.”
Gut: ganz so einfach war es dann doch nicht: keine exakten Maße, keine Skizzen des Aufbaus - und vor allem: wir durften an dem Ding nichts dauerhaft verändern. Keine Farbe, keine Aufbauten: nichts. Es waren arbeitsreiche Tage, für uns (als hätten wir sonst nichts zu tun) und auch für den Partner, der die Folienbeschriftung erledigen sollte.
Etliche Manntage, geschätzte 18 Fußballfelder PVC-Folie, Tackerklammern, doppelseitiges Klebeband, kilometerweise Gaffer-Tape später, und unser Ungetüm (8,50 x 3,60 x 3,00 m), freundschaftlich getauft auf den Namen “Kampfstern anyway”, sah so aus:


Gemeinsam mit der ebenfalls in Gelb gekleideten Fußgruppe

war das Bild wohl monumental.
(Und wer sich jetzt ernsthaft noch über die niedrige Postfrequenz hier wundert, hat einen an der Waffel.)
Ach ja: den Insider-Gag gab’s ja auch noch:

Und nächstes Jahr haben wir dann hoffentlich mehr Vorlauf als zwei Wochen. Aber was wir dann machen, möchte ich lieber noch nicht wissen.




