Saturday, 15. Sep 2007 @586

Samstag des Grauens

Dormagen. Samstag vormittag. Nichtsahnend fahre ich zum großen Supermarkt im Gewerbegebiet. Manchmal lässt sich das nicht vermeiden, weil er einfach eine (schier unübersichtliche) Auswahl an Konsumgütern und Lebensmitteln bietet. (Und außerdem die praktischen Pfandautomaten, die man mit allen erdenklichen Sorten Leerguts füttern kann.)

Schon auf dem Weg zum riesigen Parkplatz bemerke ich die laute Musik. Scheiße, wieder einen Samstag erwischt, an dem da gleichzeitig irgendein blödes Fest stattfindet. Meistens sorgt das hauptsächlich dafür, dass noch weniger Parkplätze als sonst vorhanden sind, und Fußgänger wie Fahrradfahrer noch dämlicher im Weg stehen. Das übliche Schritttempo verringert sich so auf die Geschwindigkeit eines Rentners mit Rollator, der bei jedem zweiten Schritt zusätzlich noch auf seinen fußkranken Hund warten muss.

An meine Ohren dringt ein blöder, chartkompatibler Beat, über den ein gesangsinkompatibler Kerl irgendeine Zeile mit “Verhüterli” ständig wiederholt. “Message OK, aber die Musik ist übler Mist”, denke ich mir, während ich dem Epizentrum des Geschehens entgegenfahre. Mein Augenlid zuckt wieder. Noch bevor ich “Warum bloß?” denken kann, erkenne ich die Ursache, und sie löst blankes Entsetzen aus. Ich sage nur zwei Worte:

Jürgen Fucking Drews.

(Und richtig schlimm wurde es dann ab der Rückfahrt, bei der ich die ganze Zeit das Schlusslied von “Immer wieder Sonntags” mit Stefan Mross im Kopf hatte. Zum Glück ist das eine andere Geschichte. Oder auch lieber nicht.)

14:03 Uhr - Kategorien: Misc, Eher tragisch