Thursday, 6. Dec 2007 @960

Ach, verdammt.

Schon wieder das Jubiläum verpasst. Dreijähriges. Und natürlich immer noch kein Relaunch.

Ich glaube, ich erkläre das hiermit zur Tradition, schreibe es in ein Buch, lasse es von anderen (verfälscht, gerne später, und ruhig mit einigen Widersprüchen versehen) nochmal aufschreiben.

Vielleicht wird ja nochmal was draus.

22:02 Uhr - Kategorien: Misc

Uhrzeitkrebsen

Wie vermittelt man eigentlich anderen Menschen (in diesem Fall: Kunden), dass die eigene Definition des “Vormittags” bis kurz vor 14 Uhr reicht? Ich weiß, der Vormittag ist rein wörtlich betrachtet die Zeit vor dem “Mittag”, welcher in den meisten Fällen ja als irgendwas um die 12 Uhr definiert ist.

Aber mal ganz ehrlich: was soll der Blödsinn? (Der erste, der mir hier mit Sonnenlauf kommt, sollte mal rausgucken. Sonne. Pfft.) Klar, wenn man morgens um halb acht oder acht anfängt, und einen strikt geregelten 8-Stunden-Tag vor sich hat, liegt zwölf Uhr relativ genau auf der Mitte. Aber: aber.

Also ich für meinen Teil versuche (nicht immer erfolgreich, gebe ich ja zu) morgens so um kurz vor zehn, zehn, im Büro zu sein. (Was nicht heißt, dass ich nicht vorher eventuell schon zuhause Mails bearbeiten würde oder auf dem Weg ins Büro Telefonate führen, oder ähnliches.)

Selbst wenn ich dann großzügig die vier Stunden, die die Hälfte von acht Arbeitsstunden wären (obwohl die acht Stunden bei Selbständigen ja eh meist ein frommer Wunsch sind), draufpacke, lande ich auf 14 Uhr. Trotzdem verwundert es einige Leute, dass dieses “14 Uhr” dann bei mir auch die Vormittagsgrenze darstellt. Und komischerweise verwundert es meistens dieselben Leute, die sich gelegentlich ebenso verwundert zeigen, wenn ich nicht immer um 20:45 Uhr noch “am Platz” bin. Nine to five my ass.

Und ihr so?

14:25 Uhr - Kategorien: Misc, Kuriosa

Wednesday, 5. Dec 2007 @882

You know… anyone could be a heterosexual.


(via)

20:10 Uhr - Kategorien: Kuriosa, Mein Stammtisch, TV & At the Movies

Ha!

Die 42!

Hab ich doch gesagt, Dicker.

(Und gut, dass ich heute nicht gespielt habe, die war nämlich die einzige, mit der ich richtiggelegengrummelgrummel…weiterarbeiten…)

19:45 Uhr - Kategorien: Misc

Liebes Köln

Der Onkel diaet kommt. Nicht mehr nur mit seinem Büro, sondern auch zum Schlafen, Essen, Ficken, und restlichen Wohnen.

Eat this.

12:10 Uhr - Kategorien: Misc

Monday, 3. Dec 2007 @666

Generation Klischee

Morgens an der Bushaltestelle.

Das Mädchen, welches bereits dort sitzt, während ich noch dahinschlendere, hat offenkundig ihr Mobiltelefon am Ohr. Ich schätze ihr Alter auf 14 bis 15. Wie bei der Beobachtung von Telefonaten üblich, bekomme ich nur Ihren Teil des Dialogs mit, der, ziemlich wörtlich, wie folgt lautet:

Ey, halt doch ma’ die Fressööö.

Ey, boah, was wollt ihr von mir???

(lauter) Ey, halt doch mal die Fressööö!

(viel lauter) Ey, halt doch mal die Fressööö!

Eine kurze visuelle Überprüfung ergibt, dass sie wirklich ein Handy an Ihrem Ohr hat. Sie bestätigt meine These, indem sie auflegt, das Telefon in die Hand nimmt, eine Nummer wählt. “Glück gehabt, Mädel”, denke ich mir. Obwohl mir der eine oder andere Facharzt für Schizophrenie mit Sicherheit auch noch eingefallen wäre. Ich beginne, nicht nur ihr Alter zu schätzen, sondern auch sie. Also ab. Abschätzig, meine ich.

Die Geschichte nimmt eine spannende Wendung: ihr Handy klingelt. Erstaunlicherweise ist der Klingelton weder ein übersteuertes Pseudo-Hip-Hop-mp3, noch eine fluchende bekiffte Weihnachtstasse (mit besoffenen Elchen drauf).

Sie eröffnet eloquent das Gespräch:

Ja?!

(lauter) Ey, halt doch mal die Klappööö! Ey, sei doch mal ruhisch!

Ich bin überrascht. Wider Erwarten scheint ein gewisser Grundwortschatz vorhanden zu sein… oder auch nicht:

(brüllt) Ey, halt doch mal die Fressööö!

Ich verkneife mir den Kommentar, hoffe inständig, dass der Gott, an den ich eigentlich gar nicht glaube, genug Hirn auf Vorrat hat, um es mal eben regnen zu lassen. Insgeheim hoffe ich, genau genommen, noch zu schlafen. Immerhin ist es erst kurz nach neun Uhr morgens, und die Kleine krakeelt, als wäre es halb fünf morgens, Schützenfest oder Karneval, und sie auf dem Rückweg von einer unsäglichen Dorfkneipe.

Bis dann der Gott (an den ich eigentlich gar nicht… s.o.) meine Hoffnung zertrümmert, und seine unglaubliche Definition von Humor in ihre nächste Zeilen verpackt, indem er sie die weiteren Hauptprotagonisten des Dialogs enthüllen lässt:

(brüllt) Ey, halt doch ma’ die Fressö, Kevin!

Sei ma’ ruhisch, gib mir ma’ die Jaqueline!

Selig steige ich in den Bus, wissend, dass mir RTL II und Konsorten nichts mehr anhaben können. Für diesen Tag. Bis ich wieder aufwache.

14:59 Uhr - Kategorien: Misc, Eher tragisch, Stoned