Eingepfercht in einem Industrie-Keller, der durchaus an Bord der Nostromo hätte sein können, stehe ich aus irgendeinem Grund, der mir gerade nicht mehr einfällt, mit zwei Freunden im zwielichtigen Halbdunkel. Wir diskutieren etwas, doch ich kann mich nicht konzentrieren, etwas versucht sich in mein Bewusstsein zu zwängen. Gerade rechtzeitig genug drängt es sich hervor: Zombies. Da draußen. Vor der Tür.
Wie in Trance nähere ich mich ihr, höre die Diskussion der beiden hinter mir watteumhüllt an Lautstärke gewinnen. Und dann höre ich das Stöhnen vor der Tür. Die einer von uns Deppen vergessen hat zu schließen.
Hektisch schaue ich mich um, suche nach etwas mit dem ich zuschlagen kann. Da! In der letzten Sekunde, ein Zombie-Duo schlurft gerade weiterhin stöhnend aus der Dunkelheit. Das Adrenalin und meine Furcht steigen, obwohl ich ahne, was passieren wird; ich hole aus, schlage zu, warte gebannt auf den Aufprall am Schädel; befürchte, dass es doch zu spät ist, weil ich aus dem Augenwinkel eine ganze Horde von den Biestern ankommen sehe –
– und schrecke aus dem Schlaf. Nach kurzer Erholung senkt sich mein Puls, normalisiert sich meine Atmung. Teils erleichtert liege ich in meinem Bett und weiß, dass ich wach bin. Aber nur teils.
Ob eine Leichtmetallgardinenstange von Ikea wirklich eine Hilfe wäre, weiß ich nämlich jetzt immer noch nicht. Versucht mit diesem Unwissen mal wieder einzuschlafen.





Comment von Das scharfe Es — Saturday, 2. Feb 2008 @752 @ 17:03