Mein Sohn ist sechs! Seine Freundin auch. Beide haben von Freitag auf Samstag bei mir geschlafen. Sie haben nett miteinander gespielt, zunächst Playmobil dann diverse Brettspiele, selbst den Beziehungskiller “Mensch ärger dich nicht” haben sie ohne Blutvergießen zu Ende gebracht. Es war sehr trügerisch harmonisch. Doch je später es wurde desto mehr hatte die Freundin Interesse daran die Moosgummi Schwerter an den Nagel zu hängen und zu kuscheln. Dieses kuscheln hatte aber dann doch eigentlich mehr was von erwürgen, so dass mein Sohn irgendwann erwähnen musste, dass sie es doch ein wenig übertreibe. Sie hat es dann auch eingesehen und der Abend ist ohne nennenswerte Vorfälle zu Ende gegangen. Am nächsten Morgen (sprich Heute) haben wir sie dann nach dem Frühstück wieder nach Hause gebracht. Auf die Frage ob er seine Freundin denn nochmal einladen möchte sagte er nach reifer Überlegung, dass er das schon gerne möchte auch wenn sie ihn immer so fest drücke und er das nicht so mag aber was er als viel schlimmer empfunden hat war die Tatsache, dass das Mädchen bei jedem Spiel Gelb haben wollte und noch ein Tag an dem er immer nur gegen die gelben Spielsteine antreten muss könne er sich nur schwer vorstellen…
Ich habe es ihm nicht gesagt, aber genau diese trivialen tiefgründigen Probleme sind es, die Beziehungen scheitern lassen.
Forsberg




