Unsere französische Nachbarin ist die einzige mir bekannte Frau auf der Welt, deren Gesangsübungen sich nach äußerst schmerzhafter Schwangerschaftsgymnastik anhören. Schmerzhaft sowohl für sie als auch für die Zuhörer.
Gib ihr einen Ton und sie liegt ungefähr eine siebzehntel Terz daneben. Erhöhe oder erniedrige den Ton und sie singt den selben. Wie vorher. Nur lauter.
Die einzige Person, die ich jemals als ähnlich unmusikalisch empfunden habe, ging in eine Stufe mit mir auf’s Gymnasium, und konnte nur einen Ton pfeifen. Den aber immerhin rhythmisch.
Begleitet wird unsere Nachbarin übrigens vom Pianisten.




