Saturday, 27. Sep 2008 @509

Verlorene Liebesmüh!

Dann war da noch der junge Mann der für meine Mutter nach den Schuhen in Größe 38 gucken sollte, nach wenigen Augenblicken wieder kam und sagte:

“Das muss ich leider bedauern, ne?! Aber die haben wir nicht mehr, ne?! Wegen großem Ansturm, ne?!”

Das haben wir dann alle zusammen leider bedauert und einfach mal einen “Riesen Hot Dog zum Eröffnungspreis” verdrückt. Hatte zwar nichts mit einem Hot Dog zu tun, aber wer kauft denn schon “totes Tier in Brot zum Einführungspreis” ?

12:13 Uhr - Kategorien: Misc

Friday, 19. Sep 2008 @954

Das AAL-Prinzip

Ich bleibe inkonsequent. Das zeigt sich in Kürze massiv an zwei Punkten:

  • meinen in etwas über einer Stunde stattfindenden Geburtstag darf feiern wer will. Ich hab nämlich weder Zeit noch Bock. (”Andere Auchmalfeiern Lassen”)
  • meinen ab Montag stattfindenden Urlaub nehme ich selber wahr, Bewerber werden daher nicht mehr entgegengenommen. (”Andere Arbeitende Lassensichauchgelegentlichmalkreuzweise”)

Viel Spaß und eine schöne Zeit Euch allen!

22:54 Uhr - Kategorien: Misc

Wednesday, 17. Sep 2008 @607

Echt?

…als ich dann im REAL! Kaufhaus spazieren war hörte ich das Gespräch zwischen einem DSL und CO Verkäufer und seinem potentiellen Kunden. Dieser Promotion-Gott sagte dann:

“…optional heißt theoretisch…” .

Aber das stimmt nicht optional heißt etwas ganz anderes.

Ich habe dann aber meine Fresse gehalten (wer mich kennt weiß, dass es mir schwer gefallen ist) dafür habe ich aber meine Bahn erreicht… .

14:34 Uhr - Kategorien: Misc

Monday, 8. Sep 2008 @878

“Und so erkannte ich

mein ewiges Bestreben, von jenen berührt zu werden, die mich dominieren, obwohl - und gerade: weil ich ihre Dominanz verabscheue.

Ihre Beherrschung selbst meiner unbeherrschtesten Momente, klarer Momente, schöner oder unschöner Momente, forciert oder nicht gewollt unkontrollierter Momente.

Sie töten mein Leben, obwohl -
und gerade: weil ich es hingebe, seinem Tod zu entrinnen.”

21:05 Uhr - Kategorien: Eher tragisch, Stoned

Wednesday, 3. Sep 2008 @873

Die Hartz-IV-Gelder sind nicht zu niedrig, sondern eher zu hoch.

Herr Prof. Dr. Friedrich Thießen,

ich finde es ja bemerkenswert, dass Sie eine Studie veröffentlichen, die (in der Zusammenfassung) hehre Ziele mit hohem Anspruch verbindet:

Wir haben die formulierten Ziele der sozialen Mindestsicherung einmal streng und einmal
großzügig interpretiert, um die Unter- und Obergrenze zu ermitteln.

- und dann, für den wahrlich durchschnittlichen Fall einer 250.000-Einwohner-Stadt, unter Auslassung anderer infrastruktureller Gegebenheiten, bei Resterampen und Discountern mal einen eigenen Warenkorb zusammenzustellen, der zu folgendem erstaunlichen Fazit führt:

Gerechtfertigt wären nach den festgesetzten Zielen der sozialen Mindestsicherung Beträge zwischen 132 Euro (Minimumsfall) und 278 Euro (Maximumsfall) zuzüglich Wohnungskosten. Dies bedeutet: Der Regelsatz ist nicht zu niedrig. Er liegt vielmehr oberhalb der Beträge, die in enger und weiter Interpretation aus den formulierten Zielen der sozialen Mindestsicherung ableitbar sind.

ergo: der Regelsatz ist ca. dreimal so hoch, wie überhaupt nötigst wäre!

Dennoch:

Derzeit glauben viele Bürger, Sozialleistungsempfänger erhielten nur das „Existenzminimum“, das man tatsächlich niemandem nehmen darf bzw. jedem gewähren muss. Begriffe wie „kulturelles Existenzminimum“ haben sicherlich die Aufgabe, diese Assoziation zu fördern und ein kritisches Hinterfragen der Höhe (und auch der Art) der Sozialleistungen zu verringern.

(Hervorhebung von mir)

Oder, um einen Teil Ihres Fazits erneut zusammenzufassen:

Die Leistungen der sozialen Mindestsicherung liegen weit oberhalb des physischen Existenzminimums.

Besonders interessant auch nochmal im Anhang Ihre präzise Definition des “Maximumfalls”, mit Perlen wie:

Durchschnittlicher Mietpreis einer Region: dies macht eine große Zahl an Wohnungen erreichbar, was es ermöglicht, in Milieus von Bezugspersonen zu leben, um am soziokulturellen Leben einer bestimmten Gruppe teilhaben zu können.

oder

Besteck und Geschirr in mehrfacher Anzahl zur Bewirtung Dritter.

Hochspannend. Wären Sie Politiker, wäre ich versucht, Sie nun zu beleidigen, aber Sie sind ja nun einmal - was? Finanzwissenschaftler? Wissen das Ihre Freunde?

(Zusammenfassung der Studie, die Studie, via)