Manchmal, aber nur manchmal, haben Kunden tun mir Kunden leid. Unter anderem dann, wenn ich mit ihnen gut klarkomme, und feststelle, dass sie gerade für eine englische Übersetzung, die ich mit Schulenglisch und einer gewissen Erfahrung durch Literatur, Musik und Film als absoluten Haufen Scheiße teilübersetzter Nebensätze identifizieren kann, Geld aus dem Fenster geschmissen haben. Der Sinn stimmt nicht mehr, Floskeln werden vom Google-Translationswolf zerfleischt (oder in den glücklichsten Fällen ignoriert), bei Vokabeln wird die erstmögliche Bedeutung ergriffen, “nachfragen” ist sowieso was für Vollspaten.
Leider Gottes handelt es sich bei den Verursachern häufiger um “diplomierte” Könner, als mir lieb ist.
Sollte man nicht langsam mal lieber eine Art “Kundendiplom” einführen? Wenn Kompetenz im Fachgebiet Dritter eh Glücksfrage zu sein scheint - wäre dann nicht eine Ausbildung in Kompetenzerkennung sinnvoller? Hatte Edmund Stoiber am Ende, wenn auch unbewusst, mit seinem Ruf nach “Kompetenzkompetenz” doch recht?