Monday, 14. Sep 2009 @955

und alle so: “yeah”

Speziell für meine nicht-so-bloglesenden Freunde: das beste Wahlkampfplakat der Saison:

und alle so: "yeah"

22:56 Uhr - Kategorien: Misc, Kuriosa, Mein Stammtisch, Stoned

Monday, 24. Aug 2009 @881

Alles Scheiße, Deine Elli

Vorhin auf vielfaches Drängen mehrerer Leute aus diversen Gründen einen Facebook-Account beschlossen. Als hätte ich was mit diesem “Web Zwei Null” am Hut… pfft… aber nein:
auf dem Laufenden sein, gucken, wie ich mich da noch mehr und schneller und besser vernetzen kann, alte Freunde wiederfinde, neue nicht mehr verlege, und wenn doch, habe ich da bestimmt einen digitalen Knoten im Taschentuch, um mich dran zu erinnern, wo ich sie denn das letzte Mal gesehen und in welchem Zusammenhang ich sie benutzt habe. Äh, nein, das Taschentuch. Das Taschentuch benutzt. Egal.

Wozu brauche ich eigentlich ein solches Netzwerk-Tool? Wozu brauche ich Hilfen-2.0? Stundennotizen, Kundenverwaltung, Partnersuche, Aufgabenmanagement, Echtzeitleckmichdochamarsch? Ich nutze nicht mal mein Handy so, dass es sich wirklich lohnen würde… obwohl. Doch. Genau wie alles andere. Phasenweise. Ich kann phasenweise meine handvoll Freunde managen, bekomme meine zu erledigenden Aufgaben auf die Kette, lerne nette Leute kennen und auch Arschöcher - und das alles mit Telefon, Papier, Mund, Bleistift, meinem eigenen Hirn und Gedächtnis. Und wenn die Phase gerade nicht ist, helfen auch die digitalen Helferlein alle nix. Selbst das mit diesem Geblogge hat ja nur ne gute Phase lang funnktioniert, verdammt!

Zum Glück hat Facebook dann zu der E-Mail-Adresse, die ich täglich problemfrei nutze, nur gesagt, dass ich bitte eine valide Adresse eingeben soll und ich hatte keinen Bock mehr.


Es wäre mal wieder Zeit für was politisches hier, das hat ja lange Zeit sogar einen Großteil des Inhalts beeinflusst. Kommt aber gerade nicht. Ich habe keinen Bock mehr, mich über die ganze Pupsnasen aufzuregen, die unser aller Leben wahlweise ignorieren, massiv beeinflussen, manipulieren, oder alles zusammen. Erzählt mir nichts von “mach doch selber besser” - wer das mal probiert hat, weiß, welche Darstellung in Lexika unter “Verpuffungseffekt” zu finden sein sollte. Ich weiß auch gerade nicht, wen ich wann und warum noch wählen soll. Ist mir noch nie so klar passiert. Zweifel, Kompromisse, Kram - immer. Aber “nicht wissen”?

Die einzigen, über die ich gerade schreiben würde, wären die Piraten, aber im Zuge dieses Posttitels kann ich dazu auch nur sagen: die hatten eben noch keine große Chance, sich als Pupsnasen herauszustellen.


Schwüle Hitze ist nie sexy. Egal, was welcher Porno behauptet.


Nächster Post: Alles Super, Deine Hanni!

Wednesday, 11. Feb 2009 @883

Politischer Ascher. Mittwoch.

Liebe Frau Bundeskanzlerin Merkel!

Sie haben bitte nicht wirklich gesagt:

“…Insolvenz zu vermeiden, und das Volk nicht über die Maßen zu belustigen… belasten.”

Oder wie?

Über alle Maßen belächelt
diaet

20:12 Uhr - Kategorien: Kuriosa, Mein Stammtisch, Stoned

Sunday, 18. Jan 2009 @011

Fragen nach der Hessenwahl aber auch mal so allgemein

Sind Wähler der SPD, der Grünen, der Linken, und meinetwegen auch “sonstiger” Parteien (gehört ja zur Demokratie dazu) eigentlich keine “Bürger”?

Oder warum wird das CDU/FDP-Gespann immer als “die bürgerlichen Parteien” tituliert?

(Und wenn damit ausgedrückt werden soll, was ich vermute: wäre dann “kleinbürgerlich” nicht noch klarer?)

23:16 Uhr - Kategorien: Mein Stammtisch

Tuesday, 25. Nov 2008 @593

Lieber Wolfgang Clement,

der Du wohl nie verstanden hattest, warum Deine Ansichten in einer (mittlerweile dank Leuten wie Dir sowieso nicht mehr als “sozial” geschweige denn “demokratisch” zu titulierenden) Partei nicht willkommen sein könnten: eine offizielle Rüge “deiner” Partei nach den ganzen Querelen immer noch als “unangemessen und falsch” zu titulieren zeugt wohl nach wie vor von erheblicher Selbstüberschätzung. Wegen dieser Rüge jetzt aus der Partei auszutreten ist allerdings gleichzeitig “Kindergarten” wie auch “na endlich”.

Helfen kann’s vermutlich zwar nicht mehr, aber für meinen restlichen Forderungskatalog verbleibe ich mit dem geschätzten Holgi:


Lieber Peer Steinbrück, lieber Franz Müntefering, lieber Frank-Walter Steinmeier, lieber Otto Schily, lieber Gerhard Schröder, lieber Walter Riester, liebe Ulla Schmidt, liebe Brigitte Zypries, lieber Dieter Wiefelspütz,

ihr jetzt bitte auch.

13:15 Uhr - Kategorien: Mein Stammtisch

Wednesday, 3. Sep 2008 @873

Die Hartz-IV-Gelder sind nicht zu niedrig, sondern eher zu hoch.

Herr Prof. Dr. Friedrich Thießen,

ich finde es ja bemerkenswert, dass Sie eine Studie veröffentlichen, die (in der Zusammenfassung) hehre Ziele mit hohem Anspruch verbindet:

Wir haben die formulierten Ziele der sozialen Mindestsicherung einmal streng und einmal
großzügig interpretiert, um die Unter- und Obergrenze zu ermitteln.

- und dann, für den wahrlich durchschnittlichen Fall einer 250.000-Einwohner-Stadt, unter Auslassung anderer infrastruktureller Gegebenheiten, bei Resterampen und Discountern mal einen eigenen Warenkorb zusammenzustellen, der zu folgendem erstaunlichen Fazit führt:

Gerechtfertigt wären nach den festgesetzten Zielen der sozialen Mindestsicherung Beträge zwischen 132 Euro (Minimumsfall) und 278 Euro (Maximumsfall) zuzüglich Wohnungskosten. Dies bedeutet: Der Regelsatz ist nicht zu niedrig. Er liegt vielmehr oberhalb der Beträge, die in enger und weiter Interpretation aus den formulierten Zielen der sozialen Mindestsicherung ableitbar sind.

ergo: der Regelsatz ist ca. dreimal so hoch, wie überhaupt nötigst wäre!

Dennoch:

Derzeit glauben viele Bürger, Sozialleistungsempfänger erhielten nur das „Existenzminimum“, das man tatsächlich niemandem nehmen darf bzw. jedem gewähren muss. Begriffe wie „kulturelles Existenzminimum“ haben sicherlich die Aufgabe, diese Assoziation zu fördern und ein kritisches Hinterfragen der Höhe (und auch der Art) der Sozialleistungen zu verringern.

(Hervorhebung von mir)

Oder, um einen Teil Ihres Fazits erneut zusammenzufassen:

Die Leistungen der sozialen Mindestsicherung liegen weit oberhalb des physischen Existenzminimums.

Besonders interessant auch nochmal im Anhang Ihre präzise Definition des “Maximumfalls”, mit Perlen wie:

Durchschnittlicher Mietpreis einer Region: dies macht eine große Zahl an Wohnungen erreichbar, was es ermöglicht, in Milieus von Bezugspersonen zu leben, um am soziokulturellen Leben einer bestimmten Gruppe teilhaben zu können.

oder

Besteck und Geschirr in mehrfacher Anzahl zur Bewirtung Dritter.

Hochspannend. Wären Sie Politiker, wäre ich versucht, Sie nun zu beleidigen, aber Sie sind ja nun einmal - was? Finanzwissenschaftler? Wissen das Ihre Freunde?

(Zusammenfassung der Studie, die Studie, via)

Thursday, 26. Jun 2008 @047

Wir und die

Eigentlich wirkten sie gar nicht so. Im Gegenteil: das Plaudern mit dem komplett in Schwarz-Rot-Gold gehüllten Pärchen am Bahnhof war sehr entspannt. Über ein schönes Spiel haben wir uns alle gefreut; das türkische Mädchen, das herüberrief: “Scheiß Deutsche, warum habt ihr gewonnen?” war für alle Anwesenden der erste unentspannte Fall — aber sowohl sie als auch der ältere Herr, der daraufhin zu einer “Warum lebt ihr dann hier”-Tirade ansetzen wollte, ließen sich von uns schnell wieder vom Politikum auf den Ball und das Spiel zurückbringen.

Ich lieh dem Pärchen mein Handy, damit sie einen Kumpel für einen Rückruf anklingeln konnten. Vergnügt stiegen wir, die wir uns vorher nicht kannten, in die gemeinsame Bahn, setzten uns auf die freien Plätze gegenüber.

Zwei Stationen nach der Abfahrt und einen kurzen Plausch zwischen den beiden später sagt er plötzlich: “Aber dafür, dass das eigentlich eure C-Auswahl war, habt ihr uns ganz schön eingeheizt!” Zuerst fühle ich mich nicht angesprochen, merke aber, dass er doch mich meint. Nach kurzer Bedenksekunde schaltet mein Gehirn mögliche Optionen frei, ich antworte: “Ähhh. Das rot-weiße T-Shirt hat übrigens nur mit einer Band zu tun. Lass Dich da mal nicht von verwirren.”

Er zurück: “Nee stimmt, deine Aussprache und so… man merkt, das Du schon einige Jahre hier bist.”
Ich (teilperplex nach kurzer Pause): “Äh, ja, kein Wunder - ich bin ja auch hier geboren.”
Sie schaltet sich ein: “Ja, wir sind ja auch alle irgendwie von hier.”

Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich sie an diesem Punkt hätte aufklären sollen, dass ich meines Wissens höchstens ein Bastard aus einem Rheinländer und einer Westfälin bin. Noch weniger weiß ich, ob ich sie hätte aufklären sollen. Was hätte es gebracht, klarzustellen, dass ich noch nicht einmal sagen könnte, wann irgendwelche Verwandten von mir aus irgendeinem “Ausland” gekommen sein könnten - oder eben auch nicht? Dem unbewusst ausgesprochenen “Wir und die” zu widersprechen?

Einen ganz kleinen, sekundenlangen Eindruck habe ich gewonnen.

Nicht, dass ich ihn zum allerersten Mal erlebt hätte (die generelle Kategorisierung “die Schwulen” hat mit Sicherheit nicht nur mir mal zu schaffen gemacht). Aber wie tief diese Trennung nach so oberflächlichen Kriterien sitzt, hat mich, so naiv es wohl ist, absolut sprachlos hinterlassen. “Wir” sind wohl immer noch nicht so weit.

“Sie sprechen aber ein gutes Deutsch!” — “Danke, ich wünschte, das könnte ich von Ihnen auch behaupten.”
— Fatih Çevikkollu

1:08 Uhr - Kategorien: Eher tragisch, Mein Stammtisch

Friday, 6. Jun 2008 @810

Ich bin schwul und eher links

Wollte ich nur mal, der Einfachheit halber, schriftlich (naja) fixieren. Nein, nicht für meine Einfachheit, sondern:

Im Rahmen eines Sicherheitsabkommens will die Bundesregierung umfangreiche Daten zu Gewerkschaftsmitgliedschaft und sexueller Orientierung von Bürgern, die möglicherweise Terroranschläge planen könnten, an die USA liefern. Der Bundestag wurde erst nach der Paraphierung informiert.

Super, oder? Jetzt könnt ihr euch das tolle Profiling schenken, ihr Arschgeigen, ich sag’s euch selbst.

Und alles andere würde ich gerne schreiben, kann aber nicht - weil mir tatsächlich erneut die Worte fehlen, und ich nicht zu Gewalttaten anstacheln möchte. So bin ich nämlich eigentlich nicht. Es sei denn, man lässt mir keine Wahl.

Friday, 11. Apr 2008 @984

Fit, nä?


“Schism” - eine “Antwort” auf Geert Wilders “Fitna”. Gesteht ein, vollkommener Humbug (um nicht zu sagen “Scheiße”) zu sein. Gut so.

(Erwähnte ich schon, dass ich fest daran glaube, in jeder Religion religiöse Spinner zu finden, schlicht und ergreifend deshalb, weil die Anzahl an Spinnern einfach so wahnsinnig groß ist?)

23:37 Uhr - Kategorien: Mein Stammtisch, Stoned

Thursday, 3. Apr 2008 @940

Your Horrorscope for today

Gut, dass mein Magen-Darm-Virus mich schon kotzen ließ. So muss ich wenigstens nur noch das Fressen selber erledigen.