…geht in der alten Heimat alles in die Luft. Gut, zum Glück nicht alles, und eigentlich war es auch schon gestern vorgestern, aber man kommt ja zu nix. Da war sogar der Jochen aus Berlin wesentlich schneller - der (aus einer außer-lokalen Warte, vor Ort ist die öffentliche Behandlung eher karg) die Risiken einer momentan geplanten und noch nicht verhinderten, risikoreichen CO-Pipeline mit Start im selben Gebiet ebenfalls nochmals aufzeigt.
Verwandte und bekannte Augenzeugen vor Ort sind meines Wissens wohlauf; trotz einer bis ins bergische Land (40km Luftlinie plus Berge dazwischen) sichtbaren Feuerwand war’s laut Orchidius auch nicht annähernd so “spooky”, wie damals die Öltanker-Explosion. Das war aber auch die wahrscheinlich schlimmste Nacht meines Lebens (und die vieler anderer): aufgeweckt durch einen Knall, der Häuser zittern ließ (und mich tatsächlich mit dem Gedanken begrüßte: “Scheiße, da ist jemand mit voller Wucht gegen Dein Fenster geflogen”); stundenlang fährt die Feuerwehr auf und ab, verkündet Warnungen; die gesamte Familie verbringt die Nacht mit feuchten Lappen vor den Atemöffnungen gemeinsam auf der Wohnzimmercouch. An Schlaf war nicht zu denken, nur an echte Angst.




