Monday, 6. Oct 2008 @950

Hola again!

Kaum wieder hier im Lande (na gut, eigentlich schon seit letztem Mittwoch) - schon beschere ich der werten Leserschaft schlechte Nachrichten: hier sollte nämlich eigentlich ein umfangreich bebilderter Reisebericht stehen. Vielleicht sogar mit Videos. (Jahaa, wenn schon mal wieder echten Urlaub, dann auch in die Vollen, wa?)

Er hätte euch erzählt vom schönen Sandstrand im Süden des kanarischen Fuerteventura (Jandia), vor allem aber auch von der reichlich vorhandenen Flora (Palmen! Orchideen! Sizilien! Strelizien!) - und erst recht, doppelt, vielleicht sogar dreifach von der beeindruckenden Fauna, die den ganzen Tag um mich herum war:

von den absolut typischen, erhabenen Pfauen, die den ganzen Tag durch die Anlage stolzierten (auch bekannt als “Kanarienvögel”), von süßen kleinen kanarischen Enten samt zugehöriger Küken (auch bekannt als “Kanarienvögel”), von den beliebten, von Palme zu Palme schwirrenden kanarischen Finken (”Fincas”)… und natürlich von den Besitzern der Anlage, also den streunenden kanarischen Katzen (Lieblingsspeise: Kanarienvögel. Am liebsten gegrillt als Rest vom Buffet.)

Dummerweise war ab Tag eins der Akku der Kamera leer und das Ladegerät in Deutschland. Zwangsweise musste ich also die ganze Zeit tapfer an Strand und Meer verbringen, immer das schlechte Gewissen im Hinterkopf, euch als geliebten Lesern bei meiner Rückkehr nichts, aber auch gar nichts bieten zu können.

Nicht.

Und beim Abflug hats eh geregnet. Fast sogar sprichwörtlich. Aber dazu später mehr.

22:48 Uhr - Kategorien: Misc

Saturday, 27. Sep 2008 @509

Verlorene Liebesmüh!

Dann war da noch der junge Mann der für meine Mutter nach den Schuhen in Größe 38 gucken sollte, nach wenigen Augenblicken wieder kam und sagte:

“Das muss ich leider bedauern, ne?! Aber die haben wir nicht mehr, ne?! Wegen großem Ansturm, ne?!”

Das haben wir dann alle zusammen leider bedauert und einfach mal einen “Riesen Hot Dog zum Eröffnungspreis” verdrückt. Hatte zwar nichts mit einem Hot Dog zu tun, aber wer kauft denn schon “totes Tier in Brot zum Einführungspreis” ?

12:13 Uhr - Kategorien: Misc

Friday, 19. Sep 2008 @954

Das AAL-Prinzip

Ich bleibe inkonsequent. Das zeigt sich in Kürze massiv an zwei Punkten:

  • meinen in etwas über einer Stunde stattfindenden Geburtstag darf feiern wer will. Ich hab nämlich weder Zeit noch Bock. (”Andere Auchmalfeiern Lassen”)
  • meinen ab Montag stattfindenden Urlaub nehme ich selber wahr, Bewerber werden daher nicht mehr entgegengenommen. (”Andere Arbeitende Lassensichauchgelegentlichmalkreuzweise”)

Viel Spaß und eine schöne Zeit Euch allen!

22:54 Uhr - Kategorien: Misc

Wednesday, 17. Sep 2008 @607

Echt?

…als ich dann im REAL! Kaufhaus spazieren war hörte ich das Gespräch zwischen einem DSL und CO Verkäufer und seinem potentiellen Kunden. Dieser Promotion-Gott sagte dann:

“…optional heißt theoretisch…” .

Aber das stimmt nicht optional heißt etwas ganz anderes.

Ich habe dann aber meine Fresse gehalten (wer mich kennt weiß, dass es mir schwer gefallen ist) dafür habe ich aber meine Bahn erreicht… .

14:34 Uhr - Kategorien: Misc

Monday, 8. Sep 2008 @878

“Und so erkannte ich

mein ewiges Bestreben, von jenen berührt zu werden, die mich dominieren, obwohl - und gerade: weil ich ihre Dominanz verabscheue.

Ihre Beherrschung selbst meiner unbeherrschtesten Momente, klarer Momente, schöner oder unschöner Momente, forciert oder nicht gewollt unkontrollierter Momente.

Sie töten mein Leben, obwohl -
und gerade: weil ich es hingebe, seinem Tod zu entrinnen.”

21:05 Uhr - Kategorien: Eher tragisch, Stoned

Wednesday, 3. Sep 2008 @873

Die Hartz-IV-Gelder sind nicht zu niedrig, sondern eher zu hoch.

Herr Prof. Dr. Friedrich Thießen,

ich finde es ja bemerkenswert, dass Sie eine Studie veröffentlichen, die (in der Zusammenfassung) hehre Ziele mit hohem Anspruch verbindet:

Wir haben die formulierten Ziele der sozialen Mindestsicherung einmal streng und einmal
großzügig interpretiert, um die Unter- und Obergrenze zu ermitteln.

- und dann, für den wahrlich durchschnittlichen Fall einer 250.000-Einwohner-Stadt, unter Auslassung anderer infrastruktureller Gegebenheiten, bei Resterampen und Discountern mal einen eigenen Warenkorb zusammenzustellen, der zu folgendem erstaunlichen Fazit führt:

Gerechtfertigt wären nach den festgesetzten Zielen der sozialen Mindestsicherung Beträge zwischen 132 Euro (Minimumsfall) und 278 Euro (Maximumsfall) zuzüglich Wohnungskosten. Dies bedeutet: Der Regelsatz ist nicht zu niedrig. Er liegt vielmehr oberhalb der Beträge, die in enger und weiter Interpretation aus den formulierten Zielen der sozialen Mindestsicherung ableitbar sind.

ergo: der Regelsatz ist ca. dreimal so hoch, wie überhaupt nötigst wäre!

Dennoch:

Derzeit glauben viele Bürger, Sozialleistungsempfänger erhielten nur das „Existenzminimum“, das man tatsächlich niemandem nehmen darf bzw. jedem gewähren muss. Begriffe wie „kulturelles Existenzminimum“ haben sicherlich die Aufgabe, diese Assoziation zu fördern und ein kritisches Hinterfragen der Höhe (und auch der Art) der Sozialleistungen zu verringern.

(Hervorhebung von mir)

Oder, um einen Teil Ihres Fazits erneut zusammenzufassen:

Die Leistungen der sozialen Mindestsicherung liegen weit oberhalb des physischen Existenzminimums.

Besonders interessant auch nochmal im Anhang Ihre präzise Definition des “Maximumfalls”, mit Perlen wie:

Durchschnittlicher Mietpreis einer Region: dies macht eine große Zahl an Wohnungen erreichbar, was es ermöglicht, in Milieus von Bezugspersonen zu leben, um am soziokulturellen Leben einer bestimmten Gruppe teilhaben zu können.

oder

Besteck und Geschirr in mehrfacher Anzahl zur Bewirtung Dritter.

Hochspannend. Wären Sie Politiker, wäre ich versucht, Sie nun zu beleidigen, aber Sie sind ja nun einmal - was? Finanzwissenschaftler? Wissen das Ihre Freunde?

(Zusammenfassung der Studie, die Studie, via)

Saturday, 30. Aug 2008 @049

Perspektivwechsel: Casting

Ich war gerade beim ersten (sieht man von der Besetzungsauswahl im Schultheater ab) Casting meines Lebens.

Als Juror.

Klingt erstmal ein wenig lächerlich und albern? Dachte ich auch. Es ging auch nach Ansicht der Jury zwar nicht um Nichts - aber doch auch nur um einen Auftritt bei der nächsten Cocktail-Veranstaltung. Wir hatten keine hunderte Kandidaten zu “begutachten”, sondern zwölf. Niemand in der Jury konnte mehr Erfahrung oder Kompetenz aufweisen, als “hab das selber ein paar Jahre gemacht”, “leite das im Hintergrund” oder “mache selber Musik”. Und so waren wir als Jury auch der festen Überzeugung, da einen lustigen kleinen Abend zu machen, an dem die Jugendlichen mit Spaß teilnehmen - auch wenn wir uns vorgenommen hatten, uns wenigstens ernst gemeinte Notizen zu Ratschlägen zu machen, um das alles anschließend locker mit ihnen…

Doch dann kamen sie. Und sie waren nervös.

Nervös, als ginge es um die wichtigste Entscheidung ihres Lebens. Als säßen da Superstars in der Jury. Als würde am Wochenende drauf die ganze Nation ihren Sieg oder ihre Niederlage feiern.

Es gab das volle Programm: fast schon autistische Darbietungen, ohne uns anzusehen. Ultranervöse (immerhin 18-22jährige), die sieben Anläufe brauchen, um die erste Zeile rauszubekommen. Tolle Stimmen. Kandidaten, die nahezu hyperventilieren, und zwei Minuten brauchen, um überhaupt einen Ton von sich zu geben. Den, der meint, er könnte singen, weil das während des Handygedudels vielleicht nicht schlecht klang - der aber in Wirklichkeit den Text nur mithaucht. Die Band auf der Suche nach einem “echten” Sänger, die aber Acapella schon jetzt wunderschön mehrstimmig singt. Mit dem Bassisten und dem Keyboarder. Und bei fast allen immer wieder: diese unglaubliche Spannung und Aufgeregtheit.

Und wir, die wir sehr schnell merken mussten, wieviel mehr auch uns gerade abverlangt wird. Wieviel mehr Fingerspitzengefühl vor diesen blankliegenden Nerven. Trotz so einer “kleinen” Gelegenheit gerieten die meisten Kandidaten in einen Stress, der nur erahnen ließ, wie sich die Kandidaten bei einer großen Fernsehcastingshow fühlen müssen. Und wir hatten noch nicht mal Dieter Bohlen dabei.

Im Gegenzug aber auch: das Gefühl, verstehen zu können, dass einem nach dem werweißwievielten Kandidaten tatsächlich schwer fällt, die Contenance zu wahren, nett oder auch nur sachlich zu bleiben. Und wir hatten wie gesagt nur zwölf.

Ich hoffe, wir konnten wenigstens in diesem kleinen Kreis die Verantwortung wahrnehmen, mit der von uns noch nicht einmal jemand gerechnet hatte.

Castingshows sehe ich ab jetzt aber wirklich anders. Sehr anders.

(Kurze Nebennotiz: von 12 haben’s 8 weit genug geschafft, die jetzt massiv für die Cocktailcustic arbeiten müssen - natürlich mit Unterstützung und Leitung)

1:11 Uhr - Kategorien: Misc, Musikalisches, Eher tragisch

Thursday, 28. Aug 2008 @903

Pop…dingens

Ach verdammt, liebe Popstars-Jury: nun lasst die Mädels doch ruhig den Text ablesen.

Jede normale Band benutzt schließlich auch Monitore!

(Muahahahahaaahaaa!)

21:41 Uhr - Kategorien: Musikalisches, TV & At the Movies, Stoned

Wednesday, 27. Aug 2008 @890

Und übrigens

Es heißt

AutoriTÄH!

(Verzeihung - neuer Praktikant und so)

21:21 Uhr - Kategorien: Misc, Stoned

Tuesday, 26. Aug 2008 @824

Großhirn an Jan

Wenn Du tatsächlich jetzt drei Anläufe brauchst, um Dich über “Soculting”, “Scoulting” und “Cnosluting” zum gewünschten “Consulting” zu tippen, wird es Zeit für den Feierabend.

Oder einen gepflegten Tritt in den Arsch wenigstens mehr Schlaf als letzte Nacht.

Mach Du dich nochmal über “Australian” lustig, Doo.

19:46 Uhr - Kategorien: Kuriosa, Stoned